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Tradition

Weltkulturerbe Falknerei – Verpflichtung für Generationen


Die Österreichische Falknerei wurde 2012 von der UNESCO auf die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit gesetzt. Mit dieser Liste macht die UNESCO darauf aufmerksam, dass kulturelle Traditionen weltweit Pflege und Schutz brauchen, damit sie bewahrt und an zukünftige Generationen weitergegeben werden und somit lebendig bleiben. Erst dann können Traditionen ihre identitätsbildende und sinnstiftende Funktion in der Gesellschaft erfüllen.

Die Falknerei, eine soziale Tradition und Jagdkunst, die vor allem Natur und Umwelt respektiert, wird seit mehr als 200 Generationen fast ununterbrochen, meist innerhalb der Familie, mündlich weitergegeben. Sie stammt ursprünglich aus den zentralasiatischen Steppen und hat sich in den verschiedensten kulturellen Ausprägungen über den gesamten asiatischen, arabischen, nordafrikanischen und europäischen Raum ausgebreitet. Im deutschen Sprachraum und vor allem in Österreich ist die Falknerei seit Jahrhunderten ein integraler Bestandteil der Kultur.

Der Österreichische Falknerbund wurde 1950 gegründet und ist somit nicht nur der älteste Falknerverein in Österreich, sondern auch einer der ältesten der Welt. Neben der Erhaltung der Tradition der österreichischen Falknerei, gehören vor allem die Erforschung und der Schutz des heimischen Greifvogelbestandes, sowie die Förderung der auf wissenschaftlicher Grundlage durchgeführten Zucht von Greifvögeln für die Auswilderung bedrohter Arten und Deckung des Bedarfs an Beizvögeln zu den Zielen und Aufgaben. Die UNESCO Verpflichtung zum Weltkulturerbe beinhaltet ausdrücklich die Ausübung und Bewahrung der Falknerei in lebendiger und nicht in musealer Form.
2014-04-02

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